Martina Klunter, Egon Köhler, Monika Raudies, Institut für Grundschulpädagogik
Institut für Grundschulpädagogik (eds.)

Ermittlung von Sach- und Methodenkompetenz im Fach Mathematik in den Klassen 5 und 6

ISBN: 978-3-935024-19-8
55 pages
Release year 2000

Series: Potsdamer Studien zur Grundschulforschung , 27

5,00 

Von Beginn des Jahres 1998 bis Februar 2000 arbeiteten an der Universität Potsdam Pädagogen, Sozialwissenschaftler und Fachdidaktiker der Fächer Arbeitslehre, Biologie, Deutsch, Kunst und Mathematik an dem kooperativen Forschungsprojekt “Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 und 6 an Grundschulen in Brandenburg”. Die Untersuchung sollte im Sinne einer „Bestandsaufnahme” einen Beitrag zur anstehenden Bilanzierung der pädagogischen Arbeit in den Jahrgangsstufen 5 und 6 leisten. Das Ziel des fächerübergreifenden Forschungsprojektes aus den fünf Fächerbereichen bestand in einer exemplarischen IST-STAND-FESTSTELLUNG auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe.
In der Untersuchung ging es zunächst um die Ermittlung von allgemeinen Merkmalen der Ausprägung von Kompetenz, die ein gegenwärtig gegebenes relatives Grundprofil von Kompetenz der Kinder der genannten Jahrgangsstufen ausweisen. Ein derartiger fächerübergreifender Ansatz der Kompetenzmessung auf einheitlicher kompetenztheoretischer Grundlage erlaubt eher umfassende und gleichzeitig differenzierte Einsichten in den gegebenen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler, als dies anhand von nach Fächern und Jahrgangsstufen getrennten und zumeist zeitversetzten Leistungstests sowie jeweils unterschiedlich gegebenen Untersuchungsbedingungen und -zielen möglich wäre.
Einen breiten Raum nahm die Entwicklung eines tragfähigen Kompetenzmodells ein, insbesondere die Entwicklung relevanter Kategorien der Kompetenzmessung unter besonderer Berücksichtigung kognitiver Aspekte des Lernens, die es erlauben
– jeweils Teillernleistungen zu erfassen, die Schlüsse auf bestimmte Merkmale von Kompetenz im Rahmen inhaltlich kognitiven Lernens zulassen,
– Kompetenz auf allgemeiner Ebene in allen Fächern der Untersuchung zu erfassen sowie
– fachspezifische Differenzierung zu berücksichtigen.
Grundlage für das hier benutzte Kompetenzmodell bildete im wesentlichen das ganzheitliche Kompetenzmodell von H. WOLLERSHEIM, nach dem die vier Kategorien Sachkenntnisse wiedergeben, Grundfertigkeiten anwenden, Zusammenhänge erfassen und Probleme lösen gewählt wurden.
Aus diesem Gesamtkonzept wird nachfolgend der Teilbereich Mathematik herausgelöst und es werden dazu einige Ansätze dargestellt.

Sorry, this entry is only available in Deutsch.

Von Beginn des Jahres 1998 bis Februar 2000 arbeiteten an der Universität Potsdam Pädagogen, Sozialwissenschaftler und Fachdidaktiker der Fächer Arbeitslehre, Biologie, Deutsch, Kunst und Mathematik an dem kooperativen Forschungsprojekt “Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 und 6 an Grundschulen in Brandenburg”. Die Untersuchung sollte im Sinne einer „Bestandsaufnahme” einen Beitrag zur anstehenden Bilanzierung der pädagogischen Arbeit in den Jahrgangsstufen 5 und 6 leisten. Das Ziel des fächerübergreifenden Forschungsprojektes aus den fünf Fächerbereichen bestand in einer exemplarischen IST-STAND-FESTSTELLUNG auf der Grundlage einer repräsentativen Stichprobe.
In der Untersuchung ging es zunächst um die Ermittlung von allgemeinen Merkmalen der Ausprägung von Kompetenz, die ein gegenwärtig gegebenes relatives Grundprofil von Kompetenz der Kinder der genannten Jahrgangsstufen ausweisen. Ein derartiger fächerübergreifender Ansatz der Kompetenzmessung auf einheitlicher kompetenztheoretischer Grundlage erlaubt eher umfassende und gleichzeitig differenzierte Einsichten in den gegebenen Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler, als dies anhand von nach Fächern und Jahrgangsstufen getrennten und zumeist zeitversetzten Leistungstests sowie jeweils unterschiedlich gegebenen Untersuchungsbedingungen und -zielen möglich wäre.
Einen breiten Raum nahm die Entwicklung eines tragfähigen Kompetenzmodells ein, insbesondere die Entwicklung relevanter Kategorien der Kompetenzmessung unter besonderer Berücksichtigung kognitiver Aspekte des Lernens, die es erlauben
– jeweils Teillernleistungen zu erfassen, die Schlüsse auf bestimmte Merkmale von Kompetenz im Rahmen inhaltlich kognitiven Lernens zulassen,
– Kompetenz auf allgemeiner Ebene in allen Fächern der Untersuchung zu erfassen sowie
– fachspezifische Differenzierung zu berücksichtigen.
Grundlage für das hier benutzte Kompetenzmodell bildete im wesentlichen das ganzheitliche Kompetenzmodell von H. WOLLERSHEIM, nach dem die vier Kategorien Sachkenntnisse wiedergeben, Grundfertigkeiten anwenden, Zusammenhänge erfassen und Probleme lösen gewählt wurden.
Aus diesem Gesamtkonzept wird nachfolgend der Teilbereich Mathematik herausgelöst und es werden dazu einige Ansätze dargestellt.