Arbeitskreis Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit e.V.
Arbeitskreis Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit e.V. (eds.)

Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit ; 9 (2005) 2

91 pages
Release year 2005

Series: Militär und Gesellschaft in der frühen Neuzeit , 9 (2005) 2

7,50 

Aus dem Editorial:
Bitte erlauben Sie mir, dass ich mich an dieser prominenten Stelle stellvertretend für den gesamten Vorstand unseres Arbeitskreises noch einmal ganz herzlich beim Redaktionste am für die Erstellung der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift bedanken darf. Im Laufe der letzten Jahre ist es den derzeit fünf Redakteurinnen und Redakteuren gelungen, das für die Außendarstellung unseres Arbeitskreises so wichtige Vereinsorgan von einem kleinen, ambitionierten Heftchen zu einer veritablen, auch außerhalb Deutschlands vielfach rezipierten Fachzeitschrift zu machen. Insgesamt hat unser Arbeitskreis seit seiner Gründung vor nunmehr zehn Jahren einen deutlich erkennbaren Professionalisierungsschub erfahren – dies zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Sie mit der vorliegenden  Ausgabe immerhin schon den zweiten Teilband des 9. Jahrganges unserer Zeitschrift in den Händen halten. Dennoch hat sich die Aufbruchstimmung der ersten Jahre keines wegs verflüchtigt. Diese zeigt sich in besonderem Maße nicht nur im nicht nachlassenden Engagement der zum Teil schon über Jahre hinweg ehrenamtlich und unermüdlichtätigen Redakteurinnen und Redakteure, sondern auch in der fruchtbaren und kollegialen Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Redaktionsteam. Es ist der Wunsch des Vorstandes, dass diese Aufbruchstimmung, welche den Arbeitskreis zu einem lebendigen und attraktiven Forum – insbesondere auch für jüngere Historikerinnen und Historiker – gemacht hat und noch immer macht, weiter anhält.

Eigentlich sollte diese Ausgabe bereits früher erscheinen, doch wie leider öfter in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Unwägbarkeiten dazu geführt, dass sie erst spät in die Produktion gegeben und ausgeliefert werden konnte. Dem Redaktionsteam ist es meiner Meinung nach dennoch wieder in gewohnt engagierter Weise gelungen, eine attraktive und spannende Ausgabe unserer Zeitschrift zu präsentieren. Hierfür sei ihnen herzlich gedankt! Besonders hinweisen möchte ich auf die Aufsätze von Stefan Kroll, Matthew Glozier und Michael Hochedlinger. Unser langjähriges Mitglied Stefan Kroll erinnert mit seinem einführenden Beitrag über die Autobiographie eines kursächsischen Fouriers aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nochmals an das vor einiger Zeit begonnene Projekt der Edition von militärgeschichtlichen Quellen auf der Homepage unseres Vereins (www.amg-fnz.de/quelle n.php). Die Möglichkeit, schwer zugängliche Quellen in den schier unermesslichen Weiten des WWW für Forschung und Lehre in digitalisierter Form bereitzustellen, sollte in Zukunft vermehrt von Seiten der Mitglieder genutzt werden – gerade auch angesichts zunehmend fehlender finanzieller Ressourcen für editorische Großprojekte. Mit dem englischsprachigen Aufsatz von Matthew Glozier zeigt sich die allmähliche weltweite Vernetzung militärhistorischer Forschung. Die Studie des australischen Militärhistorikers über hugenottische Offiziere in europäischen Armeen knüpft an die noch jungen Beziehungen des Arbeitskreises zur renommierten „Huguenot Society of Great Britain and Ireland“ an, welche ihren ersten Niederschlag im Besuch und Vortrag der irischen Historikerin Vivien Costello auf der diesjährigen Jahrestagung in Tübingen gefunden hat. Die internationalen Forscherkontakte des Arbeitskreises zu militärhistorisch arbeitenden Vereinen, Organisationen und Lehrstühlen sollten weiterhin sukzessiv ausgebaut werden. Wie fruchtbar solche über Deutschland hinaus wirkenden Netzwerke sein können, zeigt nicht zuletzt die enge Kooperation mit Österreich – namentlich mit Michael Hochedlinger, der schon früher wichtige Beiträge für unsere Zeitschrift beigesteuert hat. Sein aktueller Forschungsbericht beinhaltet nicht nur die Beschreibung der wichtigsten Bestände zur österreichischen Militär- und Kriegsgeschichte im Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs in Wien, sondern gibt zudem nebenher einen konzisen Überblick über die historische Entwicklung und den aktuellen Stand der Militärgeschichtsforschung in Österreich, setzt mithin die in früheren Ausgaben unserer Zeitschrift veröffentlichten Überblicksdarstellungen von Claudio Donati, Mikko Huhtamies, Ralf Pröve, Peter Wilson und anderen fort. Es ist überlegenswert, ob in den nächsten Jahren – freilich in unregelmäßigen Abständen und in lockerer Form – gezielt um Beiträge von Archivaren geworben werden sollte, welche nach dem Muster Hochedlingers systematisch militärhistorisch relevante Archivbestände beschreiben. Hier wäre ein weiteres Feld, auf dem sich unsere Zeitschrift und damit unser Arbeitskreis in der Zukunft profilieren könnte.

Sorry, this entry is only available in Deutsch.

Aus dem Editorial:
Bitte erlauben Sie mir, dass ich mich an dieser prominenten Stelle stellvertretend für den gesamten Vorstand unseres Arbeitskreises noch einmal ganz herzlich beim Redaktionste am für die Erstellung der vorliegenden Ausgabe der Zeitschrift bedanken darf. Im Laufe der letzten Jahre ist es den derzeit fünf Redakteurinnen und Redakteuren gelungen, das für die Außendarstellung unseres Arbeitskreises so wichtige Vereinsorgan von einem kleinen, ambitionierten Heftchen zu einer veritablen, auch außerhalb Deutschlands vielfach rezipierten Fachzeitschrift zu machen. Insgesamt hat unser Arbeitskreis seit seiner Gründung vor nunmehr zehn Jahren einen deutlich erkennbaren Professionalisierungsschub erfahren – dies zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Sie mit der vorliegenden  Ausgabe immerhin schon den zweiten Teilband des 9. Jahrganges unserer Zeitschrift in den Händen halten. Dennoch hat sich die Aufbruchstimmung der ersten Jahre keines wegs verflüchtigt. Diese zeigt sich in besonderem Maße nicht nur im nicht nachlassenden Engagement der zum Teil schon über Jahre hinweg ehrenamtlich und unermüdlichtätigen Redakteurinnen und Redakteure, sondern auch in der fruchtbaren und kollegialen Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Redaktionsteam. Es ist der Wunsch des Vorstandes, dass diese Aufbruchstimmung, welche den Arbeitskreis zu einem lebendigen und attraktiven Forum – insbesondere auch für jüngere Historikerinnen und Historiker – gemacht hat und noch immer macht, weiter anhält.

Eigentlich sollte diese Ausgabe bereits früher erscheinen, doch wie leider öfter in den vergangenen Jahren haben zahlreiche Unwägbarkeiten dazu geführt, dass sie erst spät in die Produktion gegeben und ausgeliefert werden konnte. Dem Redaktionsteam ist es meiner Meinung nach dennoch wieder in gewohnt engagierter Weise gelungen, eine attraktive und spannende Ausgabe unserer Zeitschrift zu präsentieren. Hierfür sei ihnen herzlich gedankt! Besonders hinweisen möchte ich auf die Aufsätze von Stefan Kroll, Matthew Glozier und Michael Hochedlinger. Unser langjähriges Mitglied Stefan Kroll erinnert mit seinem einführenden Beitrag über die Autobiographie eines kursächsischen Fouriers aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nochmals an das vor einiger Zeit begonnene Projekt der Edition von militärgeschichtlichen Quellen auf der Homepage unseres Vereins (www.amg-fnz.de/quelle n.php). Die Möglichkeit, schwer zugängliche Quellen in den schier unermesslichen Weiten des WWW für Forschung und Lehre in digitalisierter Form bereitzustellen, sollte in Zukunft vermehrt von Seiten der Mitglieder genutzt werden – gerade auch angesichts zunehmend fehlender finanzieller Ressourcen für editorische Großprojekte. Mit dem englischsprachigen Aufsatz von Matthew Glozier zeigt sich die allmähliche weltweite Vernetzung militärhistorischer Forschung. Die Studie des australischen Militärhistorikers über hugenottische Offiziere in europäischen Armeen knüpft an die noch jungen Beziehungen des Arbeitskreises zur renommierten „Huguenot Society of Great Britain and Ireland“ an, welche ihren ersten Niederschlag im Besuch und Vortrag der irischen Historikerin Vivien Costello auf der diesjährigen Jahrestagung in Tübingen gefunden hat. Die internationalen Forscherkontakte des Arbeitskreises zu militärhistorisch arbeitenden Vereinen, Organisationen und Lehrstühlen sollten weiterhin sukzessiv ausgebaut werden. Wie fruchtbar solche über Deutschland hinaus wirkenden Netzwerke sein können, zeigt nicht zuletzt die enge Kooperation mit Österreich – namentlich mit Michael Hochedlinger, der schon früher wichtige Beiträge für unsere Zeitschrift beigesteuert hat. Sein aktueller Forschungsbericht beinhaltet nicht nur die Beschreibung der wichtigsten Bestände zur österreichischen Militär- und Kriegsgeschichte im Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs in Wien, sondern gibt zudem nebenher einen konzisen Überblick über die historische Entwicklung und den aktuellen Stand der Militärgeschichtsforschung in Österreich, setzt mithin die in früheren Ausgaben unserer Zeitschrift veröffentlichten Überblicksdarstellungen von Claudio Donati, Mikko Huhtamies, Ralf Pröve, Peter Wilson und anderen fort. Es ist überlegenswert, ob in den nächsten Jahren – freilich in unregelmäßigen Abständen und in lockerer Form – gezielt um Beiträge von Archivaren geworben werden sollte, welche nach dem Muster Hochedlingers systematisch militärhistorisch relevante Archivbestände beschreiben. Hier wäre ein weiteres Feld, auf dem sich unsere Zeitschrift und damit unser Arbeitskreis in der Zukunft profilieren könnte.