{"id":51952,"date":"2026-03-23T08:54:09","date_gmt":"2026-03-23T08:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/produkt\/adorno-und-die-kabbala\/"},"modified":"2026-03-23T11:55:09","modified_gmt":"2026-03-23T10:55:09","slug":"adorno-und-die-kabbala","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/en\/shop\/adorno-und-die-kabbala\/","title":{"rendered":"Adorno und die Kabbala"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/51952\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p>Im neunten Band der Reihe geht Ansgar Martins kabbalistischen Spuren in der Philosophie Theodor W. Adornos (1903\u20131969) nach. Der Frankfurter Gesellschaftskritiker griff im Rahmen seines radikalen materialistischen Projekts gleichwohl auch auf \u201atheologische\u2018 Deutungsfiguren zur\u00fcck. Vermittelt durch den gemeinsamen Freund Walter Benjamin (1892\u20131940) stie\u00df Adorno dabei auf das Werk des Kabbala-Forschers Gershom Scholem (1897\u20131982). Zwischen Frankfurt und Jerusalem entwickelte sich eine lebenslange Korrespondenz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Adorno erscheint vor dem Hintergrund l\u00fcckenloser kapitalistischer Vergesellschaftung jede religi\u00f6se Sinngebung in der Moderne als unm\u00f6glich. Der Tradition der j\u00fcdischen Mystik schreibt er hingegen eine innere Affinit\u00e4t zu dieser hoffnungslosen Logik des \u201aVerfalls\u2018 zu. Sie scheint ihm zur unumg\u00e4nglichen S\u00e4kularisierung religi\u00f6ser Gehalte aufzufordern. Adornos kabbalistische Marginalien beziehen einen breiten Horizont j\u00fcdisch-messianischer Ideen ein. Er verleugnet dabei nie, dass es ihm um eine sehr diesseite Verwirklichung geoffenbarter Heilsversprechen zu tun ist: Transzendenz sei als erf\u00fcllte Immanenz, als verwirklichte Utopie zu denken. In diesem Anliegen sieht Adorno selbst jedoch gerade seine \u00dcbereinstimmung mit der Kabbala.<\/p>\n<p>Adornos kabbalistische Motive, die auf Scholems Forschungen zur\u00fcckgehen, werden hier ausf\u00fchrlich an seinen Schriften und Vorlesungen untersucht. In seinem Verst\u00e4ndnis der philosophischen Tradition sowie im Modell der Metaphysischen Erfahrung suchte er etwa explizit Anschluss an Deutungen der Kabbala: Das unerreichbare Urbild der Philosophie sei die Interpretation der geoffenbarten Schrift. Wie s\u00e4kularisierte heilige Texte wurden Werke von Beethoven, Goethe, Kafka oder Sch\u00f6nberg so zum Anlass f\u00fcr \u201amystische\u2018 Interpretationen. Deren detaillierte Untersuchung erlaubt, das viel beschworene j\u00fcdische Erbe von Adornos Philosophie zu konkretisieren und bedenkenswerte Einzelheiten von der Negativen Dialektik zur \u00c4sthetik in den Blick zu nehmen.<br \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/51952\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p>\n<p>Im neunten Band der Reihe geht Ansgar Martins kabbalistischen Spuren in der Philosophie Theodor W. Adornos (1903\u20131969) nach. Der Frankfurter Gesellschaftskritiker griff im Rahmen seines radikalen materialistischen Projekts gleichwohl auch auf \u201atheologische\u2018 Deutungsfiguren zur\u00fcck. Vermittelt durch den gemeinsamen Freund Walter Benjamin (1892\u20131940) stie\u00df Adorno dabei auf das Werk des Kabbala-Forschers Gershom Scholem (1897\u20131982). Zwischen Frankfurt und Jerusalem entwickelte sich eine lebenslange Korrespondenz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Adorno erscheint vor dem Hintergrund l\u00fcckenloser kapitalistischer Vergesellschaftung jede religi\u00f6se Sinngebung in der Moderne als unm\u00f6glich. Der Tradition der j\u00fcdischen Mystik schreibt er hingegen eine innere Affinit\u00e4t zu dieser hoffnungslosen Logik des \u201aVerfalls\u2018 zu. Sie scheint ihm zur unumg\u00e4nglichen S\u00e4kularisierung religi\u00f6ser Gehalte aufzufordern. Adornos kabbalistische Marginalien beziehen einen breiten Horizont j\u00fcdisch-messianischer Ideen ein. Er verleugnet dabei nie, dass es ihm um eine sehr diesseite Verwirklichung geoffenbarter Heilsversprechen zu tun ist: Transzendenz sei als erf\u00fcllte Immanenz, als verwirklichte Utopie zu denken. In diesem Anliegen sieht Adorno selbst jedoch gerade seine \u00dcbereinstimmung mit der Kabbala.<\/p>\n<p>Adornos kabbalistische Motive, die auf Scholems Forschungen zur\u00fcckgehen, werden hier ausf\u00fchrlich an seinen Schriften und Vorlesungen untersucht. In seinem Verst\u00e4ndnis der philosophischen Tradition sowie im Modell der Metaphysischen Erfahrung suchte er etwa explizit Anschluss an Deutungen der Kabbala: Das unerreichbare Urbild der Philosophie sei die Interpretation der geoffenbarten Schrift. Wie s\u00e4kularisierte heilige Texte wurden Werke von Beethoven, Goethe, Kafka oder Sch\u00f6nberg so zum Anlass f\u00fcr \u201amystische\u2018 Interpretationen. 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