{"id":52055,"date":"2026-03-23T08:53:51","date_gmt":"2026-03-23T08:53:51","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/produkt\/neuoffenbarungen\/"},"modified":"2026-03-23T11:54:51","modified_gmt":"2026-03-23T10:54:51","slug":"neuoffenbarungen","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/en\/shop\/neuoffenbarungen\/","title":{"rendered":"Neuoffenbarungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/52055\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p>In diesem Buch geht es um ein Ph\u00e4nomen, das als konstantes Element in der Geschichte des Christentums bezeichnet werden kann: Neuoffenbarungen. Denn der Kanonisierung der Bibel und dem kritischen Blick der kirchlichen Orthodoxie zum Trotz gab und gibt es immer wieder Menschen, die behaupten, dass sich ihnen Gottvater, Christus, der Heilige Geist oder andere Wesenheiten (Maria, Engel, Verstorbene) offenbart haben. Religionswissenschaftler haben das Thema bislang weitgehend ignoriert. Sie haben den Bereich des Christentums den Theologen \u00fcberlassen und sich allenfalls mit frei flottierender Esoterik befasst. Theologen neigen ihrerseits dazu, Neuoffenbarungen apologetisch zu bek\u00e4mpfen. Die vorliegende Untersuchung leistet daher einen wichtigen Beitrag zur religionswissenschaftlichen Erforschung des Themas. Im ersten Teil des Buches wird der Begriff \u201eNeuoffenbarung\u201c aus verschiedenen religionswissenschaftlichen Perspektiven betrachtet. Zun\u00e4chst wird untersucht, was die christliche Theologie unter \u201eOffenbarung\u201c versteht. Danach werden die verschiedenen Termini analysiert, die f\u00fcr das Feld der au\u00dfer- und nachbiblischen Offenbarungen kursieren (Neuoffenbarung, Privatoffenbarung, Channeling, Spiritismus, Prophetie u. v. m.). Anschlie\u00dfend werden jene Argumente referiert, die von Neuoffenbarungsanh\u00e4ngern bzw. kirchlichen Apologeten ins Feld gef\u00fchrt werden, um die Legitimit\u00e4t von Neuoffenbarungen zu behaupten bzw. zu bestreiten. Dass Neuoffenbarungen gar nicht so neu sind, zeigt ein religionshistorischer \u00dcberblick. Denn der Anspruch, besondere Offenbarungen empfangen zu haben, l\u00e4sst sich in jeder Epoche des Christentums nachweisen. Nachdem einige Exponenten des prophetischen Charismas als ideengeschichtliche Vorl\u00e4ufer und Geistesverwandte der modernen Neuoffenbarungen vorgestellt wurden, werden diese schlie\u00dflich selbst in den Fokus genommen. Das disparate Feld der Neuoffenbarungstr\u00e4ger des 19. und 20. Jahrhunderts wird anhand exemplarischer Gestalten in einer Typologie geordnet dargestellt. Um den Zitationszirkel zu durchbrechen, der sich offensichtlich im Diskurs etabliert hat, werden darin auch bislang weniger bekannte Neuoffenbarer vorgestellt. In einer Art Tiefenbohrung werden diese religionsphilosophischen, semantischen, historischen und systematischen Zug\u00e4nge im zweiten Teil an der mexikanischen Neuoffenbarung \u201eDas Buch des Wahren Lebens\u201c exemplifiziert. Die analysierende Darstellung beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht auf ein isoliertes Objekt, sondern dies wird in einen komparatistischen Kontext gestellt: Zentrale Topoi des \u201eBuches des Wahren Lebens\u201c (Christologie, Reinkarnationslehre, Kirchenkritik u. v. m.) werden zum einen in einer Synopse mit anderen Neuoffenbarungen dargestellt und zum anderen an der orthodoxen Theologie gespiegelt. Damit wird eine doppelte Differenz gezeigt: die N\u00e4he\/Ferne zu \u00e4hnlichen Ph\u00e4nomenen und die N\u00e4he\/Ferne zum kirchlichen Christentum.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/52055\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p>\n<p>In diesem Buch geht es um ein Ph\u00e4nomen, das als konstantes Element in der Geschichte des Christentums bezeichnet werden kann: Neuoffenbarungen. Denn der Kanonisierung der Bibel und dem kritischen Blick der kirchlichen Orthodoxie zum Trotz gab und gibt es immer wieder Menschen, die behaupten, dass sich ihnen Gottvater, Christus, der Heilige Geist oder andere Wesenheiten (Maria, Engel, Verstorbene) offenbart haben. Religionswissenschaftler haben das Thema bislang weitgehend ignoriert. Sie haben den Bereich des Christentums den Theologen \u00fcberlassen und sich allenfalls mit frei flottierender Esoterik befasst. Theologen neigen ihrerseits dazu, Neuoffenbarungen apologetisch zu bek\u00e4mpfen. Die vorliegende Untersuchung leistet daher einen wichtigen Beitrag zur religionswissenschaftlichen Erforschung des Themas. Im ersten Teil des Buches wird der Begriff \u201eNeuoffenbarung\u201c aus verschiedenen religionswissenschaftlichen Perspektiven betrachtet. Zun\u00e4chst wird untersucht, was die christliche Theologie unter \u201eOffenbarung\u201c versteht. Danach werden die verschiedenen Termini analysiert, die f\u00fcr das Feld der au\u00dfer- und nachbiblischen Offenbarungen kursieren (Neuoffenbarung, Privatoffenbarung, Channeling, Spiritismus, Prophetie u. v. m.). 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In einer Art Tiefenbohrung werden diese religionsphilosophischen, semantischen, historischen und systematischen Zug\u00e4nge im zweiten Teil an der mexikanischen Neuoffenbarung \u201eDas Buch des Wahren Lebens\u201c exemplifiziert. Die analysierende Darstellung beschr\u00e4nkt sich jedoch nicht auf ein isoliertes Objekt, sondern dies wird in einen komparatistischen Kontext gestellt: Zentrale Topoi des \u201eBuches des Wahren Lebens\u201c (Christologie, Reinkarnationslehre, Kirchenkritik u. v. m.) werden zum einen in einer Synopse mit anderen Neuoffenbarungen dargestellt und zum anderen an der orthodoxen Theologie gespiegelt. 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