{"id":53278,"date":"2026-03-23T08:54:16","date_gmt":"2026-03-23T08:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/produkt\/internationale-perspektiven-zur-musiklehrerausbildung-in-europa\/"},"modified":"2026-03-23T11:55:16","modified_gmt":"2026-03-23T10:55:16","slug":"militaer-und-gesellschaft-in-der-fruehen-neuzeit-19-2015","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/en\/shop\/militaer-und-gesellschaft-in-der-fruehen-neuzeit-19-2015\/","title":{"rendered":"Milit\u00e4r und Gesellschaft in der Fr\u00fchen Neuzeit ; 19 (2015)"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/53278\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p><\/p>\n<div>Aus dem Editorial:<\/div>\n<div>Der aktuelle Band der Milit\u00e4r und Gesellschaft in der Fr\u00fchen Neuzeit liegt endlich vor und ich m\u00f6chte die Gelegenheit nutzen, um allen Autoren f\u00fcr ihre Mitarbeit zu danken. Mit Heft 19 (2015) harrt erneut ein thematisch frei gestalteter Band mit unterschiedlichsten Beitr\u00e4gen auf die Lekt\u00fcre. Chronologisch zwischen dem mittleren 16. bis zum fr\u00fchen 18. Jahrhundert verortet, reichen die Aufs\u00e4tze inhaltlich vom Versuch der Werbung deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den russischen Zaren \u00fcber die&nbsp; habsburgische Rekrutierungspraxis westeurop\u00e4ischer Reitertruppen im Langen T\u00fcrkenkrieg, den durch Versorgungsproblematiken gepr\u00e4gten Alltag im Bayern der 1630er und 1640er Jahre bis hin zu den Belagerungen des Gro\u00dfen Nordischen Krieges.<\/div>\n<p>Bevor diese kurz vorgestellt werden soll jedoch Werbung in eigener Sache erfolgen. Nachdem die letzte Jahrestagung des AMG in D\u00fcsseldorf zum Thema \u201eMilit\u00e4r und Zeit\u201c bereits mehr als ein Jahr zur\u00fcck liegt, r\u00fcckt die n\u00e4chste Jahrestagung n\u00e4her. Diese findet im Herbst 2017 im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt statt und widmet sich der Vorstellung und Analyse unterschiedlicher Quellengattungen und ihrer Potentiale f\u00fcr die fr\u00fchneuzeitliche Milit\u00e4rgeschichte. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte ich die Gelegenheit nutzen Jan Philipp Bothe (G\u00f6ttingen) und Alexander Quereng\u00e4sser (Potsdam) herzlich im Redaktionsteam unseres Vereinsorgans begr\u00fc\u00dfen. Beitrags- und Rezensionsvorschl\u00e4ge, Projektskizzen und Berichte senden Sie bitte gerne weiterhin an sven.petersen[at.]phil.uni-goettingen.de.<br \/>Der Werbung, Aufstellung und milit\u00e4rrechtlichen Einordnung deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den Moskauer Staat im mittleren 16. Jahrhundert widmet sich Oleg Rusakovskiy und er\u00f6ffnet das vorliegende Heft. Am Beispiel des \u201eUnternehmens Schlitte\u201c, eines privat initiierten Werbeversuchs deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den Zaren durch einen Goslarer Kaufmann analysiert der Autor den Einfluss von Artikelbriefen aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich auf die Rekrutierungs- und Verrechtlichungspraxis. Er geht den daraus entstandenen logistischen, personellen, finanziellen und kulturellen Faktoren nach und problematisiert diese durch Bez\u00fcge zum Alltag im Zarenreich.<br \/>Diesem folgt Zolt\u00e1n P\u00e9ter Bagi, der seine Forschung der Genese der Reitertruppen im kaiserlichen Heer an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert widmet. Der lange T\u00fcrkenkrieg dient als Rahmen der vergleichenden Untersuchung, welche die spezifischen Anforderungen an die berittenen Soldaten und den aus dem verst\u00e4rkten Einbezug derselben hervorgehenden Wandel im Heerwesen Kaiser Rudolfs II. bewirkte. Diesem traten die Beamten der Hofburg mit verschiedenen Reglementierungsversuchen entgegen, um ein einheitliches Bild von den neuen Waffengattungen zu schaffen.<br \/>Anschlie\u00dfend f\u00fchrt Andr\u00e9as Richer in die Problematik der Nahrungsfrage w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges im Raum Augsburg ein. Auf der Grundlage eines umfangreichen Tagebuchs des Abtes Maurus Friesenegger n\u00e4hert sich Richer dem Zusammenspiel von Nahrung, Not und Behelfsstrategien an und gibt detaillierte Einblicke in den Alltag und die Mentalit\u00e4t des Geistlichen zwischen 1627 und 1648. Die Nahrungsfrage wird dabei nicht nur als ein bestimmendes Moment in den Handlungen der Bauern sichtbar, sondern kann gleichzeitig als ein Schutzinstrument verstanden werden, dessen sich die Landbev\u00f6lkerung in der Auseinandersetzung mit S\u00f6ldnerverb\u00e4nden mannigfaltig zu bedienen wusste.<br \/>Mit Alexander Quereng\u00e4sser verlassen wir das 17. und erreichen das fr\u00fche 18. Jahrhundert. In seinem Beitrag stellt er den Komplex von Belagerungen w\u00e4hrend des&nbsp; Gro\u00dfen Nordischen Krieges vor und verbindet zwei vernachl\u00e4ssigte Forschungsfelder dieser Auseinandersetzung. Zum einen geht der Autor mit Belagerungen auf weniger&nbsp; pr\u00e4sente Kulminationspunkte milit\u00e4rischer Gewalt w\u00e4hrend dieses Konfliktes ein. Zum anderen wird die topographische und logistische Eigenart des weitl\u00e4ufigen Schauplatzes hervorgehoben. Anhand verschiedener Beispiele werden die unterschiedlichsten Auspr\u00e4gungen analysiert, keine der kriegf\u00fchrenden Parteien vernachl\u00e4ssigt und gleichzeitig das Zusammenspiel der Verb\u00fcndeten untersucht.<br \/>Den Abschluss dieses Heftes bildet eine Projektvorstellung von Thorsten Busch \u00fcber den Zusammenhang von milit\u00e4rischen Durchm\u00e4rschen und der Ausbreitung von Seuchen im Frankreich des mittleren 17. Jahrhunderts. Dem schlie\u00dfen sich eine Rezension von Stefan Droste zu Dirk G\u00f6tschmann, Ansgar Rei\u00df (Hrsg.), Wissenschaft und Technik im Dienst von&nbsp; Mars un&nbsp; Bellona sowie eine Rezension von Sven Petersen zu Marc H\u00f6chner, Selbstzeugnisse von Schweizer S\u00f6ldneroffizieren im 18. Jahrhundert an.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/shop.verlag.uni-potsdam.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/53278\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p>\n<div>Aus dem Editorial:<\/div>\n<div>Der aktuelle Band der Milit\u00e4r und Gesellschaft in der Fr\u00fchen Neuzeit liegt endlich vor und ich m\u00f6chte die Gelegenheit nutzen, um allen Autoren f\u00fcr ihre Mitarbeit zu danken. 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Jahrhundert. In seinem Beitrag stellt er den Komplex von Belagerungen w\u00e4hrend des&nbsp; Gro\u00dfen Nordischen Krieges vor und verbindet zwei vernachl\u00e4ssigte Forschungsfelder dieser Auseinandersetzung. Zum einen geht der Autor mit Belagerungen auf weniger&nbsp; pr\u00e4sente Kulminationspunkte milit\u00e4rischer Gewalt w\u00e4hrend dieses Konfliktes ein. Zum anderen wird die topographische und logistische Eigenart des weitl\u00e4ufigen Schauplatzes hervorgehoben. Anhand verschiedener Beispiele werden die unterschiedlichsten Auspr\u00e4gungen analysiert, keine der kriegf\u00fchrenden Parteien vernachl\u00e4ssigt und gleichzeitig das Zusammenspiel der Verb\u00fcndeten untersucht.<br \/>Den Abschluss dieses Heftes bildet eine Projektvorstellung von Thorsten Busch \u00fcber den Zusammenhang von milit\u00e4rischen Durchm\u00e4rschen und der Ausbreitung von Seuchen im Frankreich des mittleren 17. Jahrhunderts. 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Mit Heft 19 (2015) harrt erneut ein thematisch frei gestalteter Band mit unterschiedlichsten Beitr\u00e4gen auf die Lekt\u00fcre. Chronologisch zwischen dem mittleren 16. bis zum fr\u00fchen 18. Jahrhundert verortet, reichen die Aufs\u00e4tze inhaltlich vom Versuch der Werbung deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den russischen Zaren \u00fcber die&nbsp; habsburgische Rekrutierungspraxis westeurop\u00e4ischer Reitertruppen im Langen T\u00fcrkenkrieg, den durch Versorgungsproblematiken gepr\u00e4gten Alltag im Bayern der 1630er und 1640er Jahre bis hin zu den Belagerungen des Gro\u00dfen Nordischen Krieges.Bevor diese kurz vorgestellt werden soll jedoch Werbung in eigener Sache erfolgen. Nachdem die letzte Jahrestagung des AMG in D\u00fcsseldorf zum Thema \u201eMilit\u00e4r und Zeit\u201c bereits mehr als ein Jahr zur\u00fcck liegt, r\u00fcckt die n\u00e4chste Jahrestagung n\u00e4her. Diese findet im Herbst 2017 im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt statt und widmet sich der Vorstellung und Analyse unterschiedlicher Quellengattungen und ihrer Potentiale f\u00fcr die fr\u00fchneuzeitliche Milit\u00e4rgeschichte. Dar\u00fcber hinaus m\u00f6chte ich die Gelegenheit nutzen Jan Philipp Bothe (G\u00f6ttingen) und Alexander Quereng\u00e4sser (Potsdam) herzlich im Redaktionsteam unseres Vereinsorgans begr\u00fc\u00dfen. Beitrags- und Rezensionsvorschl\u00e4ge, Projektskizzen und Berichte senden Sie bitte gerne weiterhin an sven.petersen[at.]phil.uni-goettingen.de.Der Werbung, Aufstellung und milit\u00e4rrechtlichen Einordnung deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den Moskauer Staat im mittleren 16. Jahrhundert widmet sich Oleg Rusakovskiy und er\u00f6ffnet das vorliegende Heft. Am Beispiel des \u201eUnternehmens Schlitte\u201c, eines privat initiierten Werbeversuchs deutscher S\u00f6ldner f\u00fcr den Zaren durch einen Goslarer Kaufmann analysiert der Autor den Einfluss von Artikelbriefen aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich auf die Rekrutierungs- und Verrechtlichungspraxis. Er geht den daraus entstandenen logistischen, personellen, finanziellen und kulturellen Faktoren nach und problematisiert diese durch Bez\u00fcge zum Alltag im Zarenreich.Diesem folgt Zolt\u00e1n P\u00e9ter Bagi, der seine Forschung der Genese der Reitertruppen im kaiserlichen Heer an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert widmet. Der lange T\u00fcrkenkrieg dient als Rahmen der vergleichenden Untersuchung, welche die spezifischen Anforderungen an die berittenen Soldaten und den aus dem verst\u00e4rkten Einbezug derselben hervorgehenden Wandel im Heerwesen Kaiser Rudolfs II. bewirkte. Diesem traten die Beamten der Hofburg mit verschiedenen Reglementierungsversuchen entgegen, um ein einheitliches Bild von den neuen Waffengattungen zu schaffen.Anschlie\u00dfend f\u00fchrt Andr\u00e9as Richer in die Problematik der Nahrungsfrage w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges im Raum Augsburg ein. Auf der Grundlage eines umfangreichen Tagebuchs des Abtes Maurus Friesenegger n\u00e4hert sich Richer dem Zusammenspiel von Nahrung, Not und Behelfsstrategien an und gibt detaillierte Einblicke in den Alltag und die Mentalit\u00e4t des Geistlichen zwischen 1627 und 1648. Die Nahrungsfrage wird dabei nicht nur als ein bestimmendes Moment in den Handlungen der Bauern sichtbar, sondern kann gleichzeitig als ein Schutzinstrument verstanden werden, dessen sich die Landbev\u00f6lkerung in der Auseinandersetzung mit S\u00f6ldnerverb\u00e4nden mannigfaltig zu bedienen wusste.Mit Alexander Quereng\u00e4sser verlassen wir das 17. und erreichen das fr\u00fche 18. Jahrhundert. In seinem Beitrag stellt er den Komplex von Belagerungen w\u00e4hrend des&nbsp; Gro\u00dfen Nordischen Krieges vor und verbindet zwei vernachl\u00e4ssigte Forschungsfelder dieser Auseinandersetzung. Zum einen geht der Autor mit Belagerungen auf weniger&nbsp; pr\u00e4sente Kulminationspunkte milit\u00e4rischer Gewalt w\u00e4hrend dieses Konfliktes ein. Zum anderen wird die topographische und logistische Eigenart des weitl\u00e4ufigen Schauplatzes hervorgehoben. Anhand verschiedener Beispiele werden die unterschiedlichsten Auspr\u00e4gungen analysiert, keine der kriegf\u00fchrenden Parteien vernachl\u00e4ssigt und gleichzeitig das Zusammenspiel der Verb\u00fcndeten untersucht.Den Abschluss dieses Heftes bildet eine Projektvorstellung von Thorsten Busch \u00fcber den Zusammenhang von milit\u00e4rischen Durchm\u00e4rschen und der Ausbreitung von Seuchen im Frankreich des mittleren 17. Jahrhunderts. Dem schlie\u00dfen sich eine Rezension von Stefan Droste zu Dirk G\u00f6tschmann, Ansgar Rei\u00df (Hrsg.), Wissenschaft und Technik im Dienst von&nbsp; Mars un&nbsp; Bellona sowie eine Rezension von Sven Petersen zu Marc H\u00f6chner, Selbstzeugnisse von Schweizer S\u00f6ldneroffizieren im 18. 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