Helena Trompelt
Helena Trompelt (Hrsg.)

Production of regular and non-regular verbs

Evidence for a lexical entry complexity account



ISBN: 978-3-86956-061-8
168 Seiten
Erscheinungsjahr 2010

Reihe: Spektrum Patholinguistik - Schriften , 2

12,00 

Regularität spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Verben. Zweiroutenmodelle nehmen an, dass regelmäßige Formen aus Stamm und Suffixen zusammengesetzt werden und unregelmäßige Verben als ganze Form im mentalen Lexikon gespeichert sind. Ziel der Dissertation war eine ausführliche Untersuchung der Repräsentation von regelmäßigen und unregelmäßigen Verben im Deutschen sowie der morphologischen Prozesse bei ihrer Produktion. Dazu wurden drei Typen von Verben im Deutschen untersucht: Regelmäßige Verben (z.B. lachen) haben nur einen Stamm, irreguläre Verben (z.B. graben) haben mehrere Stämme und ihre Formen sind daher unvorhersagbar. Hybride Verben (z.B. singen) haben regelmäßige Formen im Präsens und unregelmäßige, unvorhersagbare im Präteritum. Besondere Berücksichtigung fand daher das Tempus bei der Generierung von Verben. Artikulationszeiten in einer Serie von Bild-Wort-Interferenzexperimenten lassen vermuten, dass Regularität nicht durch abstrakte generische Knoten repräsentiert ist wie es z.B. für Genus angenommen wird. Die Artikulationszeiten von allen drei Typen von Verben in einem weiteren Bildbenennungsexperiment haben gezeigt, dass Regularität eine Eigenschaft des gesamten Lexikoneintrags eines Verbs ist und nicht von individuellen Wortformen. Die präsentierten Daten sind eine Herausforderung für das Zweiroutenmodell (Pinker, 1999), sie sind jedoch mit einem Ansatz vereinbar, der komplexe Lexikoneinträge für unregelmäßige Verben annimmt.

Regularität spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion von Verben. Zweiroutenmodelle nehmen an, dass regelmäßige Formen aus Stamm und Suffixen zusammengesetzt werden und unregelmäßige Verben als ganze Form im mentalen Lexikon gespeichert sind. Ziel der Dissertation war eine ausführliche Untersuchung der Repräsentation von regelmäßigen und unregelmäßigen Verben im Deutschen sowie der morphologischen Prozesse bei ihrer Produktion. Dazu wurden drei Typen von Verben im Deutschen untersucht: Regelmäßige Verben (z.B. lachen) haben nur einen Stamm, irreguläre Verben (z.B. graben) haben mehrere Stämme und ihre Formen sind daher unvorhersagbar. Hybride Verben (z.B. singen) haben regelmäßige Formen im Präsens und unregelmäßige, unvorhersagbare im Präteritum. Besondere Berücksichtigung fand daher das Tempus bei der Generierung von Verben. Artikulationszeiten in einer Serie von Bild-Wort-Interferenzexperimenten lassen vermuten, dass Regularität nicht durch abstrakte generische Knoten repräsentiert ist wie es z.B. für Genus angenommen wird. Die Artikulationszeiten von allen drei Typen von Verben in einem weiteren Bildbenennungsexperiment haben gezeigt, dass Regularität eine Eigenschaft des gesamten Lexikoneintrags eines Verbs ist und nicht von individuellen Wortformen. Die präsentierten Daten sind eine Herausforderung für das Zweiroutenmodell (Pinker, 1999), sie sind jedoch mit einem Ansatz vereinbar, der komplexe Lexikoneinträge für unregelmäßige Verben annimmt.