Thijs Menting

Purposiveness of nature in Kant’s third critique

ISBN: 978-3-86956-484-5
312 Seiten, Dissertation
Erscheinungsjahr 2020

14,50 

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Diese Studie verfolgt das Ziel, eine transzendentale Interpretation der Kritik der Urteilskraft von Immanuel Kant vorzulegen, welche sowohl den Zusammenhang mit den anderen kritischen Werken, als auch die interne Kohärenz des Buches berücksichtigt. Ich bezeichne die Interpretation als transzendental, weil das neu eingeführte Erkenntnisvermögen, nämlich die reflektierende Urteilskraft, zusammen mit seinem a priori Prinzip der Zweckmäßigkeit in den Fokus gerückt wird. Dies sollte es erlauben, die scheinbare Vielfalt der Themen (von ästhetischen Urteilen über Kultur bis hin zu teleologischen Urteilen über Naturzwecke), welche viele Interpreten in die Irre geführt hat, ausschließlich in Abhängigkeit dieses Erkenntnisvermögens und des entsprechenden transzendentalen Prinzips zu untersuchen. Auf diesem Weg wird nicht nur beabsichtigt, die Zugehörigkeit der Kritik der Urteilskraft zum transzendentalen Projekt Kants nachzuweisen, sondern außerdem auch das Prinzip der Zweckmäßigkeit in unserem reflexiven Verhältnis zur Natur zu etablieren.
Der wichtigste Beitrag dieser Studie besteht darin, die Kritik der Urteilskraft in das größere kritische Projekt einzuordnen. Ich habe argumentiert, wie das Bedürfnis für die Voraussetzung der reflektierenden Urteilskraft aus dem eigentümlichen Charater unseres sinnlichen und diskursiven Gemüts folgt. Da wir ein sinnliches und diskursives Gemüt haben, verfügen wir nicht über einen unmittelbaren Einblick in alle Merkmale der Gegenstände der empirischen Natur. Die eigentümliche Beschaffenheit unseres Gemüts erfordert begriffliche Vorstellungen, die sich mittelbar auf Objekte beziehen.
Das Prinzip der Zweckmäßigkeit, nämlich die Voraussetzung, dass die Natur unserem Gemüt angemessen organisiert ist, ist eine notwendige Bedingung für die Möglichkeit der Reflexion auf die empirischen Merkmale der Natur. Reflexion verweist in meinem Ansatz auf den Prozess der Auswahl von Merkmal für eine Klassifizierung, einschließlich die Reflexion auf die Methode, Mittel und Kriterien. Anstatt einen Beitrag zur Erkenntnis drücken Reflexionsurteile also Unwissenheit bezüglich der Intention hinter dem Entwurf der Natur, wie Geschmacksurteile und teleologische Urteile über organisierte Materie, am deutlichsten aus. So betrachtet hängt Reflexion, egal ob sie sich in Begriffsbildung, wissenschaftlicher Systematisierung, Geschmacksurteilen oder teleogischen Urteilen über organisierte Materie ausdrückt, von einem eigenen Prinzip der reflektierenden Urteilskraft ab, das in einer transzendentalen Untersuchung in der Kritik der Urteilskraft dargestellt und begründet wird.

Diese Studie verfolgt das Ziel, eine transzendentale Interpretation der Kritik der Urteilskraft von Immanuel Kant vorzulegen, welche sowohl den Zusammenhang mit den anderen kritischen Werken, als auch die interne Kohärenz des Buches berücksichtigt. Ich bezeichne die Interpretation als transzendental, weil das neu eingeführte Erkenntnisvermögen, nämlich die reflektierende Urteilskraft, zusammen mit seinem a priori Prinzip der Zweckmäßigkeit in den Fokus gerückt wird. Dies sollte es erlauben, die scheinbare Vielfalt der Themen (von ästhetischen Urteilen über Kultur bis hin zu teleologischen Urteilen über Naturzwecke), welche viele Interpreten in die Irre geführt hat, ausschließlich in Abhängigkeit dieses Erkenntnisvermögens und des entsprechenden transzendentalen Prinzips zu untersuchen. Auf diesem Weg wird nicht nur beabsichtigt, die Zugehörigkeit der Kritik der Urteilskraft zum transzendentalen Projekt Kants nachzuweisen, sondern außerdem auch das Prinzip der Zweckmäßigkeit in unserem reflexiven Verhältnis zur Natur zu etablieren.
Der wichtigste Beitrag dieser Studie besteht darin, die Kritik der Urteilskraft in das größere kritische Projekt einzuordnen. Ich habe argumentiert, wie das Bedürfnis für die Voraussetzung der reflektierenden Urteilskraft aus dem eigentümlichen Charater unseres sinnlichen und diskursiven Gemüts folgt. Da wir ein sinnliches und diskursives Gemüt haben, verfügen wir nicht über einen unmittelbaren Einblick in alle Merkmale der Gegenstände der empirischen Natur. Die eigentümliche Beschaffenheit unseres Gemüts erfordert begriffliche Vorstellungen, die sich mittelbar auf Objekte beziehen.
Das Prinzip der Zweckmäßigkeit, nämlich die Voraussetzung, dass die Natur unserem Gemüt angemessen organisiert ist, ist eine notwendige Bedingung für die Möglichkeit der Reflexion auf die empirischen Merkmale der Natur. Reflexion verweist in meinem Ansatz auf den Prozess der Auswahl von Merkmal für eine Klassifizierung, einschließlich die Reflexion auf die Methode, Mittel und Kriterien. Anstatt einen Beitrag zur Erkenntnis drücken Reflexionsurteile also Unwissenheit bezüglich der Intention hinter dem Entwurf der Natur, wie Geschmacksurteile und teleologische Urteile über organisierte Materie, am deutlichsten aus. So betrachtet hängt Reflexion, egal ob sie sich in Begriffsbildung, wissenschaftlicher Systematisierung, Geschmacksurteilen oder teleogischen Urteilen über organisierte Materie ausdrückt, von einem eigenen Prinzip der reflektierenden Urteilskraft ab, das in einer transzendentalen Untersuchung in der Kritik der Urteilskraft dargestellt und begründet wird.