René Olivares Jara

Mito y Modernidad en la obra de Rosamel del Valle

ISBN: 978-3-86956-357-2
461 Seiten, Dissertation
Erscheinungsjahr 2016

17,50 

Die folgende Forschung befasst sich mit der Beziehung zwischen Mythos und Moderne im literarischen Werk (Gedichte, Erzählungen, Romane und Chroniken) des chilenischen Autors Rosamel del Valle (Curacaví, 1901 – Santiago de Chile, 1965). In seinen verschieden Texten gibt es eine Spannung zwischen einem poetischen Projekt, das auf einer mythischen Weltanschauung basiert, und einem historischen Zusammenhang, der die rationalistischen Einstellungen privilegiert und das Poetische und das Mythische verdrängt. Bereits im 19. Jahrhundert bewirkte die Moderne und die assoziierten Phänomene der Modernisierung die Verschiebung der Poesie als Diskurs und des Dichters als Person innerhalb der Gesellschaft auf eine defizitäre Situation hin, die sich bis 20. Jahrhundert ausbreitete. Wegen dieses Konflikts fragt Rosamel del Valle in seinem Werk nach den ästhetischen und vitalen Tragweiten seiner eigenen Postulate. Das bringt ein Zögern zwischen dem Bewusstsein des Scheiterns und der erneuten Bekräftigung der Poesie als Wissensform mit sich. Deshalb beinhaltet das Werk des chilenischen Dichters ein Lebenswissen, das das poetische Projekt als eine privilegierte Lebensform begreift. Wegen der Schwierigkeiten der geschichtlichen Konditionen lässt sich dieses Lebenswissen auch als ein ÜberLebenswissen (Ette) verstehen.

Im ersten Teil des Textes wird del Valles mythische Vorstellung der Poesie untersucht und die unterschiedlichen Ebenen analysiert, in denen der Mythos in seinem literarischen Werk erscheint: Denkweise, Sprachform und traditionelle Erzählung. Die Identifizierung von Poesie als Mythos zeigt die wichtigsten Eigenschaften der Poetik del Valles auf: eine ontologische Vorstellung, die zwischen einer sichtbaren und einer unsichtbaren Dimension der Realität differenziert;die mystische Tendenz der Dichtung;eine zyklische Vorstellung der Zeit, die eine Beziehung zu Gedächtnis- und Todesdiskursen begründet, sowie auch die Idee einer utopischen Vergangenheit, die in der Gegenwart durch die Poesie wieder aufleben könnte;außerdem, die Figur der Frau als Symbol der Liebe und der Poesie.

Im zweiten Teil werden die Beziehung und die Auswirkung dieser „mythischen Poesie“ auf den Zusammenhang der Moderne untersucht. Insbesondere wird der Effekt der Poetik Rosamel del Valles als epochenspezifische Erfahrung der Entzauberung der Welt (Weber) aufgezeigt. Prägend waren hierfür vor allem seine Eindrücke von New York. Diese Stadt, in der er von 1946 bis 1963 lebte und arbeitete, wird in seinen Texten zu einem Ort, an dem ein „dichterisches Wohnen des Menschen“ in der Moderne möglich wird.

Die folgende Forschung befasst sich mit der Beziehung zwischen Mythos und Moderne im literarischen Werk (Gedichte, Erzählungen, Romane und Chroniken) des chilenischen Autors Rosamel del Valle (Curacaví, 1901 – Santiago de Chile, 1965). In seinen verschieden Texten gibt es eine Spannung zwischen einem poetischen Projekt, das auf einer mythischen Weltanschauung basiert, und einem historischen Zusammenhang, der die rationalistischen Einstellungen privilegiert und das Poetische und das Mythische verdrängt. Bereits im 19. Jahrhundert bewirkte die Moderne und die assoziierten Phänomene der Modernisierung die Verschiebung der Poesie als Diskurs und des Dichters als Person innerhalb der Gesellschaft auf eine defizitäre Situation hin, die sich bis 20. Jahrhundert ausbreitete. Wegen dieses Konflikts fragt Rosamel del Valle in seinem Werk nach den ästhetischen und vitalen Tragweiten seiner eigenen Postulate. Das bringt ein Zögern zwischen dem Bewusstsein des Scheiterns und der erneuten Bekräftigung der Poesie als Wissensform mit sich. Deshalb beinhaltet das Werk des chilenischen Dichters ein Lebenswissen, das das poetische Projekt als eine privilegierte Lebensform begreift. Wegen der Schwierigkeiten der geschichtlichen Konditionen lässt sich dieses Lebenswissen auch als ein ÜberLebenswissen (Ette) verstehen.

Im ersten Teil des Textes wird del Valles mythische Vorstellung der Poesie untersucht und die unterschiedlichen Ebenen analysiert, in denen der Mythos in seinem literarischen Werk erscheint: Denkweise, Sprachform und traditionelle Erzählung. Die Identifizierung von Poesie als Mythos zeigt die wichtigsten Eigenschaften der Poetik del Valles auf: eine ontologische Vorstellung, die zwischen einer sichtbaren und einer unsichtbaren Dimension der Realität differenziert;die mystische Tendenz der Dichtung;eine zyklische Vorstellung der Zeit, die eine Beziehung zu Gedächtnis- und Todesdiskursen begründet, sowie auch die Idee einer utopischen Vergangenheit, die in der Gegenwart durch die Poesie wieder aufleben könnte;außerdem, die Figur der Frau als Symbol der Liebe und der Poesie.

Im zweiten Teil werden die Beziehung und die Auswirkung dieser „mythischen Poesie“ auf den Zusammenhang der Moderne untersucht. Insbesondere wird der Effekt der Poetik Rosamel del Valles als epochenspezifische Erfahrung der Entzauberung der Welt (Weber) aufgezeigt. Prägend waren hierfür vor allem seine Eindrücke von New York. Diese Stadt, in der er von 1946 bis 1963 lebte und arbeitete, wird in seinen Texten zu einem Ort, an dem ein „dichterisches Wohnen des Menschen“ in der Moderne möglich wird.