Teacher beliefs von Geographielehrkräften zu Raum

Eine qualitative Studie zu Veränderungen im Raumverständnis durch den Umgang mit Virtual Reality


ISBN: 978-3-86956-614-6
283 Seiten, Paperback
Erscheinungsjahr 2026

Reihe: Potsdamer Geographische Praxis , 23

33,00 €

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Virtual Reality (VR) ist ein immersives Medium, das durch die körperliche und emotionale Involviertheit der Nutzer*innen eine besonders machtvolle Form geographischer Visualisierung darstellt. Vor dem Hintergrund bisheriger Forschung zu VR im Geographieunterricht untersucht diese Studie, inwiefern sich das Raumverständnis (teacher beliefs) von Geographielehrkräften während der Auseinandersetzung mit Virtual Reality-Lernumgebungen im Kontext einer Lehrkräftefortbildung verändert. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Raumverständnisse individuell ausgeprägt und in belief-Systemen organisiert sind.
Den Rahmen der qualitativen Studie bildet eine vierteilige Fortbildungsreihe mit 13 Geographielehrkräften aus Berlin und Brandenburg. Vor und nach der Fortbildung wurden leitfadengestützte Einzelinterviews geführt und während der Fortbildungsveranstaltungen Gruppendiskussionen. Die Auswertung erfolgte mittels einer inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse. 
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Raumverständnisse der Lehrkräfte überwiegend den vier Raumkonzepten nach Wardenga zuordnen lassen. Das Containerraumverständnis und das Konstruktivistische Raumverständnis sind zentral im belief-System verankert und weitgehend stabil. Darüber hinaus wird ein alternatives Raumverständnis sichtbar, das emotionale, affektive, leibliche und körperliche Dimensionen von Raum fokussiert und theoretisch an emotionale und nicht-repräsentationale Geographien anschließt.
Veränderungen im Verlauf der Fortbildung zeigen sich insbesondere in diesem alternativen Raumverständnis, das durch den Umgang mit VR zentraler und ausdifferenzierter wurde und darüber hinaus im Raumverständnis von Bedeutung bleibt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Machtstrukturen und Sozialisationsprozesse, die das körperlich-affektive Raumerleben prägen, nur unzureichend reflektiert werden. Für den Geographieunterricht ergibt sich daraus die Notwendigkeit, emotionale und körperliche Raumbetrachtungen systematisch einzubeziehen und zugleich kritisch zu reflektieren.

Virtual Reality (VR) ist ein immersives Medium, das durch die körperliche und emotionale Involviertheit der Nutzer*innen eine besonders machtvolle Form geographischer Visualisierung darstellt. Vor dem Hintergrund bisheriger Forschung zu VR im Geographieunterricht untersucht diese Studie, inwiefern sich das Raumverständnis (teacher beliefs) von Geographielehrkräften während der Auseinandersetzung mit Virtual Reality-Lernumgebungen im Kontext einer Lehrkräftefortbildung verändert. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Raumverständnisse individuell ausgeprägt und in belief-Systemen organisiert sind.
Den Rahmen der qualitativen Studie bildet eine vierteilige Fortbildungsreihe mit 13 Geographielehrkräften aus Berlin und Brandenburg. Vor und nach der Fortbildung wurden leitfadengestützte Einzelinterviews geführt und während der Fortbildungsveranstaltungen Gruppendiskussionen. Die Auswertung erfolgte mittels einer inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse. 
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Raumverständnisse der Lehrkräfte überwiegend den vier Raumkonzepten nach Wardenga zuordnen lassen. Das Containerraumverständnis und das Konstruktivistische Raumverständnis sind zentral im belief-System verankert und weitgehend stabil. Darüber hinaus wird ein alternatives Raumverständnis sichtbar, das emotionale, affektive, leibliche und körperliche Dimensionen von Raum fokussiert und theoretisch an emotionale und nicht-repräsentationale Geographien anschließt.
Veränderungen im Verlauf der Fortbildung zeigen sich insbesondere in diesem alternativen Raumverständnis, das durch den Umgang mit VR zentraler und ausdifferenzierter wurde und darüber hinaus im Raumverständnis von Bedeutung bleibt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Machtstrukturen und Sozialisationsprozesse, die das körperlich-affektive Raumerleben prägen, nur unzureichend reflektiert werden. Für den Geographieunterricht ergibt sich daraus die Notwendigkeit, emotionale und körperliche Raumbetrachtungen systematisch einzubeziehen und zugleich kritisch zu reflektieren.